Em Beihold

Em Beihold
Biography

Single: „Numb Little Bug“

Genauso, wie man Vorhänge zurückzieht, um natürliches Tageslicht in einen dunklen Raum hineinfallen zu lassen, streut die in Los Angeles beheimatete Singer/Songwriterin und Multi-Instrumentalistin Em Beihold, die ganz nebenbei auch US-amerikanische Meisterin im Fechten ist, ihre sonnigen Melodien über sämtliche Traurigkeit und legt damit eine Saat für nachdenklichen und kraftvollen Pop. Dabei gelingt es ihr, Momente der Angst, des Zweifelns und all die Unwägbarkeiten des Heranwachsens in ansprechende und lebendige Hymnen zu verwandeln, zart umgesetzt, aber stimmlich mit einem himmelhoch jauchzendem Schwung.

 “Ich möchte, dass die Leute sich mitgenommen fühlen“, sagt sie dazu. „Für den Großteil meines Lebens fühlte ich mich ausgeschlossen, in der Schule oder auch woanders, also versuche ich, eine Gemeinschaft aufzubauen und jeden darin zu bestärken, sich in der eigenen Haut wohlzufühlen.“ 

Mit halb-persischen Wurzeln geboren und aufgewachsen in Los Angeles, erreichte sie die Musik bereits im Alter von 6 Jahren. Als sie ein Klavier im Schaufenster sah, versprach sie ihren Eltern, regelmäßig zu üben, wenn sie es nur für sie kauften (und sie taten ihr den Gefallen). Jahrelang nahm sie Klavierunterricht in Klassik und Jazz und beschäftigte sich parallel intensiv mit Lieblingskünstlerinnen und -künstlern wie Regina Spektor, Fiona Apple, Queen, Norah Jones und Kate Nash. Bei ihrer allerersten Live-Show im Jahre 2016 ermutigte sie die Regisseurin Michelle Schumacher, einen Song zum Soundtrack ihres Films „I’m Not Here“ mit dem Oscar-Preisträger J.K. Simmons beizutragen. Em schrieb den Track „Not Who We Were“ dafür, der auch ihre ein Jahr später auf einem Independent-Label veröffentlichte Debüt-EP „Infrared“ schmückte.

In der Zwischenzeit studierte sie an der University Of San Diego, wo sie laut der Tageszeitung Burbank Leader die Universitätsmannschaft im Fechten zu ihrem „besten Finish in der Nationalen Fecht-Meisterschaft (NCAA) seit 2008“ führte.

„Das Fechten gab mir definitiv Sportsgeist und ein Gefühl für Ausdauer, was beides auch in der Musik wichtig ist, denn es erfordert Langzeitenergie“, meint Em dazu.

Nach ihrem Abschluss 2020 richtete sie ihr TikTok-Profil ein. Der Refrain des Titels „City Of Angels“ startete viral auf der Plattform durch und zog 5,6 Millionen Spotify Streams nach sich. Es gelang ihr auch 2021, dieses Momentum mit „Groundhog Day“ zu erhalten. Nicht nur erreichte der dazugehörige Teaser 20 Millionen Views, sondern der Song knackte auch die Spotify Top50 Viral Charts in den USA und den Philippinen mit mehr als 6,6 Millionen Spotify Streams. Bereits jetzt schwärmte das Magazin The Wild Honey Pie „Sie ist eine aufstrebende Künstlerin und kann es mit der jungen Halsey aufnehmen. Ihr Songwriting ist über Jahre hinweg ausgereift.“ Em unterschrieb bei Moon Projects in Zusammenarbeit mit Republic Records und schlug sofort ein neues Kapitel auf mit ihrem eigenwilligen Adaption aus faszinierendem und feurigen Pop.

Die Single „Numb Little Bug“ wirft ein Licht auf die Eigenwilligkeit ihres persönlichen Stils. Ein Klavier erklingt, bevor ihre heiteren Strophen über einen sanften Beat ergießen. Nachdem sie alle musikalischen Tricks des Klavierspiels angewendet hat, gleitet sie über Händeklatschen und himmlische Harmonien hinüber zu ihrer Frage: „Do you ever get a little bit tired of life, like you’re not really happy, but you don’t want to die, like a numb little bug that’s gotta survive?”

„Ich kämpfte mit heftigen Angstzuständen und nahm Antidepressiva ein“, gibt sie zu. „Mit ‚Groundhog Day‘ wurden all meine Träume wahr. Alles, was ich jemals wollte, traf ein, aber irgendwie fühlte ich nichts dabei. Ich fühlte mich wie betäubt. Meine Songs entwickelten sich nicht wie sonst. Die Antidepressiva saugten mir ein bisschen die Seele und die Energie aus dem Körper. Von diesem Gefühl erzählt „Numb Little Bug“.

Am Ende erhellt Em vielleicht auch Euren Tag damit, dass sie einfach sie selbst ist.

„Ich versuche, Pop zum Mitsingen über traurige Themen zu schreiben“, fasst sie schließlich zusammen. „Ich benutze dabei Texte oder Akkorde, die man nicht notwendigerweise erwartet. Musik ist Therapie für mich. Sie ist sehr kathartisch. Sie gibt allem in meinem Leben einen Sinn, und ich mache etwas daraus, indem ich darüber schreibe.“

(Republic Records/Universal Music)