Franc Moody

Franc Moody
Biography

Single: „Skin On Skin“

Album: „Dream In Colour“ (VÖ 28.02.2020)

“Superb…a unique blend of house, danceable pop, and a whole lot of fun” NME

Ein Auftritt von Franc Moody feiert das Leben. Die Band entspringt der eng miteinander verwobenen Londoner Raveszene und bei ihren Konzerten geht es vor allem um Gemeinschaft und Chaos. Die hypnotischen und unstrukturierten Shows – bei denen die Bandmitglieder sogar plötzlich die Instrumente tauschen und im Huckepack Keytar spielen – haben der Band bereits Kultstatus eingebracht. Jeder Gig ist wie eine riesige Houseparty mit Crowdsurfing, Moshpits, aus voller Kehle mitgesungenen Refrains und “MOODY! MOODY!”-Sprechchören. Hier fühlt sich die Band so richtig heimisch und diese Stimmung ist auch die Grundlage für den roten Faden, der sich durch das kommende Debütalbum ‘Dream in Colour’ zieht: das Erlebnis, sich gemeinsam auszuklinken.

FRANC MOODY’s Sound ist zeitgenössischer Funk, geflutet mit elektronischen Inspirationen, einer menschlichen Note sowie Herzschlag-artigem Groove. Wie bereits Daft Punk und Jamiroquai vor ihnen, ziehen sie klanglich, stilistisch und technisch eine Linie von Funk, Soul und Disco hin zu den elektronischen Einflüssen im Hier und Jetzt. Und dafür, dass sie als Band noch nicht lange zusammen sind, haben sie bereits ein meisterliches Talent dafür entwickelt, reichhaltige und wohlstrukturierte musikalische Knaller hinzubekommen wie „Dopamine“ und „Dance Moves“, die bisher mehr als 20 Millionen Streams generieren konnten. Daraus ergab sich ein raketenhafter Anstieg von ausverkauften Shows: von 120 Zuschauern in Bermondsey zu tausenden in Europa. Ihre Gigs in Los Angeles, San Francisco und New York waren im Dezember 2019 binnen weniger Stunden ausverkauft. Im Februar 2020 werden sie ihren Album Release mit der bisher größten Show im Londonder Shepherd’s Bush Empire feiern.

Auf „Dream In Colour“ geht es nicht nur ums Gemeinschaftsgefühl. Es beschäftigt sich auch damit, wie unser modernes Leben ständig zwischen der Online- und der Offlinewelt zu pendeln scheint; von der Welt in unseren Smartphones zu der, die wir jeden Tag mit unseren physiologischen Sinnen erleben. Was unterscheidet unsere emotionalen Erfahrungen wie Freundschaft, Liebe und Gemeinschaft online von denen, die wir im wahren Leben machen? „Manchmal” erklärt Ned, „kann sich der Wechsel zwischen den zwei Welten anfühlen wie ein Wechsel von Schwarz/Weiß zu Farbe. Dieses Phänomen wollten wir auf dem Album ausloten. Dies spiegelt sich auch in den Kompositionen wider, die althergebrachte Instrumente mit digitaler Programmieerung zusammenbringen und damit eine vibrierende, und kaleidoskopische Klangpalette schaffen.

Die Band umgibt sich konstant mit Musikern, bildenden Künstlern, Sängern, Designern und Animateuren, die ihnen helfen, ihre Visionen zu verwirklichen. Darunter befindet sich die unglaublich taletierte Amber-Simone, die zu einer festen Größe innerhalb der Live-Shows geworden ist, während sie ihre eigenen, von den Kritiken hochgelobte EP „For Those Moments“ herausgebracht hat.

„Auf der Bühne nimmt unser Projekt eine andere Gestalt an“, erklärt Ned. „Jedes Bandmitglied bringt sein eigenes Charisma und den eigenen Geschmack in das Projekt ein, wobei sich alle Beteiligten im selben Universum bewegen. FRANC MOODY sind eine Familie, größer als die Summe der einzelnen Teile. Wir sind eine unglaublich eingeschweißte kleine Gruppe.“

Aber wenn es ums Songwriting geht, reduziert sich alles bei FRANC MOODY auf Ned und Jon. Während Jon in eine Familie von klassischen Musikern hineingeboren wurde und mit Oboen, Celli und Violinen aufwuchs, wurde Ned durch den  Lautsprecher im elterlichen Auto sozialisiert, hauptsächlich durch 50/60’s New Orleans Sound sowie dem Rock’n’Roll von Chuck Berry, Little Richard und Eddie Cochran. „Ich liebte die Melodie und den Groove dieser Musik, wobei ich glaube, dass ich in Wirklichkeit auch die Energie des Ganzen mochte“, sagt Ned dazu.

Das Paar traf sich zum ersten Mal als Teil einer Gruppe von Bands und Musikern, die 2014 ein verlassenes Lagerhaus in Nord-London besetzten. „Es wurde ‚Die Arche‘ genannt“, erzählt Jon. „Als wir einzogen, war es halb verfallen. Ein fürchterlicher Ort. Wir richteten uns dann diese zwei analogen Aufnahmestudios ein. Es gab alte Mikrofone, Hammondorgeln und halb-kaputte Gitarrenverstärker. Es war ziemlich krass.“

Das Lagerhaus wurde bald zu einem regionalen Treffpunkt, dank der wilden, bis tief in die Nacht und darüber hinaus andauernden Live-Shows, die hunderte Partygänger anzogen, welche sich wie Sardinen in die Räume zwängten, so dass der Schweiß von der Decke tropfte. Die Art von Parties, wo es keinen Türsteher und nur ein Stehklo gibt und wo die Band erst nachts um drei auf die Bühne geht. In dieser Umgebung verdienten sich Ned und Jon ihre Sporen als Musiker.

„Wir lernten, die Musik so zu spielen, dass die Leute tanzten“, sagt Ned, „auf dieselbe Art und Weise wie es die alten Funk & Soul-Künstler einst gemacht hatten. Was wir tatsächlich im Lagerhaus taten, stand in der Tradition der Zydeco Sessions von Süd-Louisiana, wo es hauptsächlich ums Tanzen geht. Ziemlich einfach eigentlich.“

Für FRANC MOODY ging es richtig los, als das Paar aus der Archie auszog und sich darauf konzentrierte, ein Projekt zu schaffen, dass all ihre Einflüsse zusammenbrachte. Nachdem sie nicht mehr im Lagerhaus wohnten, suchten sie vergeblich nach einem Platz, der groß genug für ein Drum-Kit war. Stattdessen begannen sie die Drums zu programmieren, und eine natürliche, elektronische Ästhetik setzte sich mit ihren eher zeitgemäßen Einflüssen durch. Wenn sie im Sommer zum GlastonburyFestival fuhren, verbrachten sie genauso viel Zeit damit, sich die Floating Points anzuschauen wie George Clinton. Im Juni 2016 brachten sie schließlich ihre erste eigene, selbst-betitelte EP heraus – eine Ansammlung von Instrumentals im Stil von Giorgio Moroder.

Der erste FRANC MOODY-Track, in dem sich all die unvereinbar erscheinenden Ideen, Einflüsse und Techniken wirklich trafen, war „Dopamine“, der Anfang 2017 herauskam. Stark inspiriert von Prince und mit von Ned hinzugefügten Vocals, gelang dem Paar ein umwerfendes Stück von Disco Madness. Es hatte nicht nur diesen tanzbaren Vier-Viertel-Takt und die funkige Basslinie, sondern wies auch die Disco-typischen Streicher sowie sogar Oboen-Töne auf. Das Clash Magazine nannte es ein „freches, von Prince inspiriertes Stück Disco“.

2018 wurde „Dopamine“ mit auf die EP „Dance Moves“ gepackt, mit der FRANC MOODY ihren Durchbruch feierten. Die EP war eine frenetische Reise durch den glitzernden, intergalaktischen Funk mit wallenden Bassläufen, die so hypnotisch wie gefangennehmend wirkten. Auf Spotify generierten die acht Songs mehr als 26 Millionen Streams. Einer der Leading Tracks, „Super Star Struck“, fand sich auch in einem Video wieder. In einem kurzen Zeichentrickfilm erschufen Crack Stevens und Mason London für die weibliche Protagonistin des Songs eine unwahrscheinlich alte Dame mit Superheld-Qualitäten (frei nach Crack Steven’s Tante), die Freude über den Planeten bringt. Für die Nachfolge-Single „Pheremones“ kam dasselbe Video-Team noch einmal zusammen, um eine weitere Folge zu kreieren, in der die Superheldin die Unterwasserstadt Atlantis besucht.

Für das am Horizont erscheinende Debütalbum haben FRANC MOODY zunächst den Song „Terra Firma“ herausgebracht. Er steht gewissermaßen für ein Statement der Band und mischt die Einflüsse vo House Music, Nu-Disco, Rave Culture sowie den bandeigenen Guerilla-Ethos vom abgefahrenen, überdrehten Pop. „Wir haben vor kurzem einen Rave in Tottenham durchgezogen, dort, wo alles für uns begann“, erzählen sie. „Es war das erste Mal seit Jahren, dass wir sowas gemacht haben, und es passte irgendwie zu ‚Terra Firma‘. Für uns fängt der Song den rauen Geist, die Energie und die Dekadenz dieser ganzen Warehouse-Kultur ein. Wir wollten definitiv diesen besonderen Moment morgens um fünf Uhr in eine Flasche füllen, wenn der Schweiß von der Decke tropft und die Leute wie die Sardinen zusammengepresst stehen. Wie alle FRANC MOODY-Stücke ist das Stück ein Topf voller Lo-Fi und Do-It-Yourself-Produktionsideen mit einer Prise Space-Age-Soße.“

(Toastpress / AWAL Recordings)