Silly

Silly
Biography

DSP: „Hamsterrad“

1. Single: „Werden und Vergehn“

2. Single: „Bye Bye“

Album: „Instandbesetzt“

Die Band SILLY um Ritchie Barton (Keyboard), Uwe Hassbecker (Gitarre) und Jacki Reznicek (Bass) veröffentlicht ihr Album zur erfolgreichen Analog-Tour, ergänzt um 3 neue Songs. Mit dabei: die Sängerinnen AnNa R. und Julia Neigel. Im Herbst geht es wieder gemeinsam auf Tour.

Nach dem überwältigenden Erfolg der ausverkauften Analog-Tour 2019 „10 Alben, 10 Städte, 10 Shows“ wurde die Frage immer lauter: Wann gibt es die Song-Auswahl der Tour auf einem Album? Doch einfach nur ein weiterer Live-Mitschnitt erschien SILLY zu profan. Deshalb gingen die Musiker gemeinsam mit ihren Sängerinnen AnNa R. und Julia Neigel ins SILLY-eigene Tonstudio. Das Ergebnis ist etwas Besonderes: Hier entstanden 10 neu produzierte Songs aus dem Gesamt-Repertoire der Rockband. Nein, es ist keine neue Best-Of. Beim Blick in die Titelschatztruhe waren es eher die heimlichen Hymnen, die kleinen Titel-Juwelen, die besonders gefunkelt und den Sprung auf das Album geschafft haben. So offenbart ein Song wie „Puppe Otto“ eine überraschende Genre-Affinität von AnNa R., die nur Wenigen bekannt sein dürfte. „Die wilde Mathilde“ zeigt sich durch die rauchig-kraftvolle Stimme Julia Neigels noch wilder und authentischer.

Doch damit nicht genug. SILLY nutzte die Corona-Pandemie kreativ und schrieb 3 neue Lieder als I-Tüpfelchen des Albums. Die Texte stammen von Jörn Kalkbrenner und Max Prosa. Mit „Lautes Schweigen“, „Werden und Vergeh’n“ und vor allem dem ersten Vorab-Track „Hamsterrad“ (VÖ 25.6.2021) trifft SILLY genau den Nerv der Zeit. Zeilen wie „Wo fahr’n wir hin … tagein tagaus dieselbe Runde, wann wird der Trip zu Ende sein?“ oder „Doch wart’ nicht immer nur auf andere und kümmer dich mal selber drum“ beschreiben die aktuelle Situation kritisch, fordern aber gleichzeitig zum Handeln auf. SILLY eben. In allen 3 Songs sind beide Sängerinnen gemeinsam zu hören.

Ein Haus auf dem Cover? – Es wirkt untypisch für SILLY und damit typisch für die Band, die nie stehenbleibt, immer wieder aufsteht und vorwärtsdrängt. Das Haus mit dem verrückten Klotz als Gleichnis. Für eine Band mit Ecken und Kanten, die dank ihres festen Fundamentes zahlreiche Schicksalsschläge sicher überstanden hat, durch ihre wechselvolle Geschichte an sich und über sich hinaus gewachsen ist und die durch jede Veränderung gewinnt. Und so basiert auch die Idee auf einem Resümee von Uwe Hassbecker: SILLY ist für uns wie ein Haus, an dem schon so einige Architekten und Bauherren gewerkelt haben. Ein Haus mit einer guten Bausubstanz, das wir stetig erweitert, modernisiert und erhalten haben. Ein buntes, freundliches und warmes Haus mit knarrendem Parkett, hellen Räumen und mit einer spannenden Geschichte, die die Wände atmen. Unser instandbesetztes Haus ist für uns ein Schmuckstück und ein Zuhause.“

„Und es ist ein Haus, in dem sich jeder Besucher willkommen fühlt“, fügen Julia Neigel und AnNa R. ergänzend hinzu. Wieder eingezogen ist übrigens der langjährige Freund der Band, Produzent Ingo Politz, der gemeinsam mit der Band und Uwes Sohn Leo Vaessen für die Produktion und die Mixe verantwortlich zeichnete.

„Ich werde dich instandbesetzen, von der Kellertreppe bis ganz hoch unters Dach“, heißt es in dem Song „Instandbesetzt“, der dem 11. SILLY-Studioalbum seinen Namen gab. Und damit schließt sich der Kreis zum SILLY-Haus. Ein Haus, das keine Schatten wirft, sondern sein Spiegelbild vor Augen hat. Das Spiegelbild mit dem markant „verrückten“ Klotz – „SILLY“ eben.

Am 25.6.2021 erscheint der Vorab-Track „Hamsterrad“ zum Reinhören. Ab diesem Zeitpunkt kann das Album „Instandbesetzt“ bereits vorbestellt werden.

(Electrola/Universal Music)


BIOGRAFIE

1978 wurde an einem Biertisch im Prenzlauer Berg die „Familie Silly“ gegründet. Die Kapelle spielte CoverVersionen und tingelte durch Bars und Vergnügungslokale, vornehmlich an der rumänischen Schwarzmeerküste vor westdeutschen Touristen. Bald entstanden die ersten eigenen Songs, auf die ein Westberliner Plattenproduzent aufmerksam wurde. Im Zuge dessen wurde die erste LP 1981 zunächst nur im Westen bei Hansa-Musik veröffentlicht. Dadurch kam der DDR-Plattenmonopolist AMIGA in Zugzwang und so erschien wenig später diese LP in leicht veränderter Form unter dem Namen „Tanzt keiner Boogie“ auf dem DDR-Label.

Nach dem ersten Erfolg wurde der Bandname in „Silly“ eingekürzt und die Band setzte mehr auf Anspruch.

Mit „Mont Klamott“ legten die Musiker um die Sängerin Tamara Danz 1983 ein kultiviertes, ästhetisches und profiliertes Album vor und mit Werner Karma fanden sie einen der wenigen Texter, der die Provokation nicht als Attitüde benutzte, sondern als Anliegen begriff. Die produktiven Jahre mit Karma standen für Bewusstseinserweiterung und gemeinsam mit ihm wurde Silly zur Offenbarung.

1985 erschien das Album „Liebeswalzer“, welches ein Jahr zuvor als „Zwischen unbefahrenen Gleisen“ hätte veröffentlicht werden sollen, allerdings der staatlichen Zensur zum Opfer fiel.
1986 schließlich wurde „Bataillon d´amour“ veröffentlicht und wieder als erfolgreichstes Album des Jahres gekürt.

„Februar“ aus dem Jahr 1989, oft als Soundtrack zur Wende bezeichnet, war das letzte in der DDR erschienene Album der Band. Dann kam die Wiedervereinigung und mit ihr eine wesentliche Erfahrung: Die Zensur der Kulturpolitik wurde nun durch die Zensur der Marktwirtschaft ersetzt. Nach einer wenig fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Plattenfirma BMG verteidigten Silly ihren inhaltlichen Anspruch und bewiesen 1993 mit dem Album „Hurensöhne“, wie authentisch sie geblieben waren.

Mit der vorerst letzten Neuveröffentlichung „Paradies“, legte die Band 1996 ihr wahrscheinlich emotionalstes Album vor. Silly fand sich damit in den deutschen Charts wieder. Diese verstärkte Aufmerksamkeit war allerdings auch einem tragischen Umstand geschuldet. Tamara, die immer wieder Grenzen überwand, erkrankte 1995 schwer an Krebs und verstarb am 22. Juli 1996 im Alter von nur 43 Jahren.

“Hängt nicht rum, geht auf die Bühne”, das war der Wunsch der Frontfrau. Nach einigen Jahren
Bühnenabstinenz war es dann soweit und es zog die Band 2005 unter dem Motto „Silly und Gäste“ wieder zurück auf die Bühne. Mit ihnen standen Sänger*innen wie Joachim Witt, Toni Krahl, Anja Krabbe, IC Falkenberg, Stefanie von Silbermond, AnNa R. und Kati Karrenbauer auf der Bühne und am Mikrofon.

Im Dezember des gleichen Jahres wurden die Sillys auf die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos aufmerksam und luden sie zu Proben in ihr Studio ein. Seitens Annas war es nicht nur Liebe auf den ersten Blick, sondern die unvergessliche Jugenderinnerung einer Dreizehnjährigen, die Tamara Danz und Silly zum ersten Mal in ihrer damaligen Heimatstadt Brandenburg live erlebte. Dieser Eindruck und das Hören der LPs im Elternhaus waren so nachhaltig, dass sich schon bei den ersten Proben eine ungewöhnliche Vertrautheit, eine Art Seelenverwandtschaft einstellte.

Diese musikalische Liaison hielt ganze 12 Jahre, in denen neben vielen Tourneen die mehrfach prämierten Top-Ten-Erfolgsalben „Alles Rot“, „Kopf an Kopf“ und „Wutfänger“ entstanden und die Band endgültig zu einer gesamtdeutschen Erfolgsgeschichte werden ließ.

Nach dem Ende dieser Epoche im Jahr 2018 schlug Silly schon 2019 das nächste Kapitel ihrer Bandgeschichte auf und ging mit den beiden Gastsängerinnen AnNa R. und Julia Neigel auf eine ausverkaufte und umjubelte Tour. Unter dem Motto „Silly analog“ stand die musikalische Historie der Band im Fokus. „10 Alben, 10 Städte, 10 Shows“, in denen insgesamt 62 Titel aus der gesamten Bandgeschichte auf die Bühne gebracht wurden.
Es folgte eine fast zweijährige Spielpause, bedingt durch die fehlenden Auftrittsmöglichkeiten während der Corona-Pandemie.

In dieser Zeit und nach dem überwältigenden Erfolg der ausverkauften Analog-Tour 2019 „10 Alben, 10 Städte, 10 Shows“ wurden die Stimmen immer lauter, die sich die Songs der Tour auch auf einem Album wünschten. Silly nahm die Idee auf und produzierte gemeinsam mit AnNa R. und Julia Neigel das nunmehr 11. Studioalbum mit dem Titel „Instandbesetzt. Neben 10 Songs aus dem Silly-Repertoire überrascht es mit 3 neuen Tracks. Deren Texte spiegeln das aktuelle Zeitgeschehen wider und stammen aus der Feder von Jörn Kalkbrenner und Max Prosa. Ingo Politz, Produzent und langjähriger Freund der Band, zeichnet gemeinsam mit der Band und Uwes Sohn Leo Vaessen für die Mixe und die Produktion verantwortlich. Das Album-Cover mit dem markanten Haus wirkt als Gleichnis für die Band, die sich über die Jahre hinweg immer wieder verändert, neu gefunden aber nie verloren hat.

Im Herbst 2021 geht es nun endlich weiter. Silly wird mit dem Besten aus dem „Silly-Analog“-Programm und neuen Songs wieder mit AnNa R. und Julia Neigel in 14 Städten Deutschlands zu sehen und zu hören sein.

(Electrola/Universal Music)


CHARTPEAK

Offizielle Deutsche Albumcharts #07 [KW38-2021]