Anda Morts

Anda Morts
Biography

Single: „Halbes Jahr“

Album: „Hektomatik“ (Release 16.10.2026!)

ANDA MORTS, die Punk-Durchstarter aus Linz, haben eben ihre ‚Zweimal ist einmal – Tour beendet – und die Doppel-Shows waren in allen Städten lange im Voraus ausverkauft! Ehe die Band jetzt in die Festival-Saison startet, liefert sie bereits die erste Single ihres 2. Studio-Albums ab. Der von Sven Regener produzierte Longplayer erscheint am 16. Oktober 2026.

‚Halbes Jahr‘ ist ein Liebeslied und eines über jene Kräfte, gegen die auch die schönste Romantik meist machtlos bleibt: Fristen, Behörden, Gesetze. Wie das Schreckensgespenst Wehrpflicht und die aktuelle Debatte darüber, die angesichts der jüngsten weltpolitischen Verwerfungen ganz neue Brisanz erlangt hat – und das in ganz Europa.

In ‚Halbes Jahr‘ geht’s um zwei Menschen, die einander gefunden haben, deren Zuneigung durch nichts zu erschüttern ist. Weder Intrigen noch Verrat vermögen die beiden zu trennen, die Wehrpflicht aber schafft das ganz leicht. ANDA MORTS erzählen das ohne Pathos, dafür mit jener lakonischen Präzision, in der Komik und Melancholie nicht mehr zu unterscheiden sind. Ein Song über eine der ersten großen Erkenntnisse der Jugend: Gefühle können unheimlich stark sein – aber sie sind nicht zwingend unbesiegbar!

(Phat Penguin Records)


ALBUM-INFO:

Es gibt Bands, die schreiben Songs über das Außergewöhnliche. Anda Morts gehören nicht dazu. Sie schreiben über das Leben, und was den meisten Menschen darin so passieren kann: Du verpasst eine Frist. Du sitzt mit einem geliebten Menschen vorm Haus und weiß doch nicht mehr, worüber man noch reden soll. Der Vermieter schnalzt schon wieder die Miete rauf. Im Krankenhaus werden lange Tage gezählt. Eine Oma entdeckt nach Jahrzehnten der Heimpflege plötzlich ihre neue Freiheit. Freundschaften gehen zu Ende, das Leben zieht vorbei und irgendwann ist klar, dass wir sowieso alle sterben werden.

Klingt deprimierend? Ist es  erstaunlicherweise überhaupt nicht!

Mit ihrem zweiten Studioalbum ‚HEKTOMATIK‘ (VÖ: 16. Oktober 2026)  gelingt Anda Morts etwas Seltenes: Sie erzählen vom ganz normalen Wahnsinn des Alltags, ohne ihn größer oder kleiner zu machen, als er ist. Ihre Figuren sind keine Helden. Sie scheitern an Formularen, Behörden, Beziehungen oder einfach daran, dass das Leben selten Rücksicht nimmt. Und trotzdem steckt in diesen Liedern mehr Hoffnung,  als in den meisten naiv-optimistischen Popsongs.

Musikalisch ist ‚HEKTOMATIK‘ die bislang unmittelbarste Platte der Band. Zehn kurze Explosionen zwischen Garage Punk, australischer Pub-Rock-Energie und österreichischem Schmäh. Alles live reingeklopft, no click, one overdub. Alles klingt so, als müsste es genau jetzt so gesagt werden. Keine Sekunde zu lang, kein Ton zu viel. Die Gitarren sägen, das Schlagzeug treibt nach vorne, doch unter der rauen Oberfläche steckt ein bemerkenswert feines Gespür für Melodien und schräge Geschichten. Auf den Punkt produziert hat dieses Album ein Mann mit ebenso feinem Gespür: Element of Crime Mastermind Sven Regener, seit einem gemeinsamen Auftritt von der Band begeistert, hat das Trio im legendären Berliner Tritonus Studio so schnörkellos und unmittelbar eingefangen, dass keine Fragen offenbleiben.

Anda Morts besitzen eine seltene Gabe: Sie beobachten Menschen, ohne über sie zu urteilen. Wenn in ‚Endlich Zeit‘ eine Frau nach dem Tod ihres Mannes zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder beginnt, für sich selbst zu leben, wird daraus weder ein Witz noch ein Drama, sondern etwas viel Schwierigeres: ein Lied über Freiheit und Schuldgefühle zugleich. ‚Halbes Jahr‘ erzählt keine tragische Liebesgeschichte, sondern davon, wie ein Einberufungsbrief genügt, um zwei junge Leben aus der Bahn zu werfen. ‚Finger weg‘ verzichtet auf jede Ironie und wird gerade deshalb zum lautesten Song der Platte. Und ‚Scheiß Vermieter‘ bringt in 1.20min auf den Punkt, worüber andere ein ganzes Album schreiben müssen.

Vielleicht beschreibt der Albumtitel den Zustand am besten. ‚HEKTOMATIK‘ fühlt sich an wie ein Wort, das es schon immer gegeben hat. Erfunden hat das aber tatsächlich ein anderes Trio aus Österreich, STS in ihrer hippie-esquen Aussteigerhymne ‚Irgendwann bleib i dann dort‘. Das ist über 40 Jahre her, hätten die damals nur geahnt, um wieviel hektomatischer diese Welt noch werden könnte! Seitdem hat es sich als Metapher für ständige Erreichbarkeit, Stress, Leistungs- und (Selbst-) Optimierungsdruck etabliert. Ein Zustand zwischen Überforderung und Normalität, zwischen Lachen und Verzweifeln, zwischen ‚es wird schon irgendwie gehen‘ und ‚ich halt das alles nicht mehr aus‘. Genau dort leben die Songs des Albums.

Anda Morts machen Punk! Aber keinen, der sich für Rebellion interessiert, weil Rebellion so cool wäre. Sondern, weil der Alltag manchmal absurd genug ist, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt.

(Phat Penguin)