Chvrches

Chvrches
Biography

Single: „Overthinker“

Album: „All The King’s Men“ (Release 22.01.2027!)

CHVRCHES – Lauren Mayberry, Iain Cook und Martin Doherty – legten 2023 eine Pause ein, nachdem sie mit ihrem vierten, in Großbritannien in die Top 10 eingestiegenen Album „Screen Violence“ auf Tournee gewesen waren. Man war sich einig: Sollte es eine Rückkehr geben, dann müsste das nächste Kapitel eine Herausforderung darstellen und für Begeisterung sorgen. Das Ergebnis ist „All The King’s Men“ – eine bewusst britisch geprägte, ungezwungene Sammlung von 11 Indie-Rock-Songs voller intensiver Emotionen, mit der weder die Fans noch die Band selbst gerechnet hätten.

In der Zwischenzeit sammelten alle drei Bandmitglieder – bewusst wie unbewusst – Material für ihre Rückkehr. Bei seinen häufigen Besuchen in Schottland, wo er Zeit mit seiner Mutter verbrachte, fand Doherty wieder Zugang zum rauen britischen Kino von Regisseuren wie Shane Meadows und Ken Loach – Filmemachern, die sich, kein Zufall, schonungslos mit den gravierendsten sozialen Problemen Großbritanniens auseinandersetzen. Zudem beschäftigte er sich mit britischen Musikern wie Massive Attack, Siouxsie and the Banshees und PJ Harvey. Mayberry wiederum hatte durch unzählige Studio-Sessions – man könnte von den berühmten „10.000 Stunden“ sprechen – ihre Fähigkeiten als Songwriterin entscheidend weiterentwickelt; sie wollte Musik machen, die eine neue erzählerische Qualität sowie ihre stimmliche Bandbreite in den Vordergrund stellt. Cook schließlich – der nach wie vor in der schottischen Heimatbasis der Band lebte – begann, elektronische Klänge zugunsten akustischer Instrumente zurückzustellen, und hörte in dieser Phase Musik von Nick Drake, Bert Jansch und der Incredible String Band.

Da keiner von ihnen bei der kreativen Arbeit auf die gleiche Weise vorging, verzichteten sie auf die bei „Screen Violence“ praktizierte Arbeitsweise aus der Ferne und trafen sich stattdessen in Glasgow zu mehreren intensiven, jeweils dreiwöchigen Arbeitsphasen. Sie wussten, dass die persönliche Zusammenarbeit vor Ort in Schottland genau das Umfeld bot, das für die Experimente auf diesem Album erforderlich war.

Einen ersten Vorgeschmack gab es bereits letzten Monat mit „Roses“ – einem beißenden Kommentar zur heutigen Gesellschaft, einer Auseinandersetzung mit den dunkleren Strömungen Großbritanniens. Mayberry singt darin mit bissigem Unterton: „Erhebt das Glas auf die Illusionen von den guten alten Tagen voller Blut und Wein – auf Perlen vor die Säue.“ Die orwellsche Ansage am Ende des Songs – „Wenn ich um eure ungeteilte Aufmerksamkeit bitten darf: Jetzt können wir beginnen“ – stimmte auf das ein, was uns mit „All The King’s Men“ erwartet.

Die zweite Single „Overthinker“ verbindet Euphorie mit emotionalem Schmerz, untermalt von treibenden, pulsierenden Synthesizern und schimmernden Melodien. Mit einer stärkeren Hinwendung zum Inneren verlagert „Overthinker“ den Fokus des Albums von gesellschaftlichem Druck hin zu Dingen, die einem deutlich näherstehen. In einem Lied über komplizierte Familiendynamiken beschreibt Mayberry eine Beziehung zu „jemandem, der zugleich Zufluchtsort und Sturm ist“ – und thematisiert die Schwierigkeit, die in diesem Widerspruch liegt, sowie das Leben im „Winter“ der Depression oder Unzufriedenheit eines anderen Menschen. „Soll ich dich anlügen, meine Gedanken vor dir verbergen?“, singt sie. „Du fragst nach meinen Freunden, ob ich abgenommen habe – ich weiß auch nicht, wie du so einen chronischen Grübler großziehen konntest.“

Betrachtet man es aus einem bestimmten Blickwinkel, so ist „All The King’s Men“ eine fesselnde Auseinandersetzung mit der britischen und schottischen Kultur – gesehen durch die einzigartige Brille dieser Band. Nach Jahren in Amerika – einem Land, das durch seine schiere Größe und Neuartigkeit besticht – entwickelten Doherty und Mayberry ein Gespür für die Geschichte des Vereinigten Königreichs: eine Geschichte, die „alt und echt“ ist, selbst in ihren hässlichen Facetten. Ob sie mit verspieltem 90er-Jahre-Pop-Rock („Adore You“) gängige Erwartungen über den Haufen werfen oder in Indie-Balladen („Comedown Tomorrow“) eine trostlose, weitreichende Einsamkeit einfließen lassen – ihre Songs, die den Zustand der Nation reflektieren, zeichnen sich durch eine kompromisslose Dynamik und Risikofreude aus, die die volle Aufmerksamkeit des Hörers fordern.

Für Mayberry, Doherty und Cook ging es darum, die eigene, in ihrem Zusammenspiel liegende Stärke zu entdecken – eine Erfahrung, die ihre künftige Arbeitsweise, sowohl individuell als auch gemeinsam, nachhaltig verändert hat. Auf der Suche nach dem Album scheinen CHVRCHES – bereits zum zweiten Mal in ihrer Karriere – noch etwas anderes gefunden zu haben: eine ausdrucksstarke kreative Sprache, die ganz allein ihnen dreien gehört.

CHVRCHES

All The King’s Men tracklisting
 

  1. Roses
  2. Evil
  3. Adore You
  4. Overthinker
  5. Royal Blue
  6. Comedown Tomorrow
  7. Friend Of A Friend
  8. Three Out Of Five
  9. Conman
  10. Jamie’s Prayer
  11. Faith In Flying

(Futures Muic Group/Virgin Music)


Single: „Roses“

Fünf Jahre nach ihrem letzten Album melden sich CHVRCHES mit „Roses“ zurück – dem ersten Song ihres fünftes Albums und zum Auftakt einer völlig neuen Ära. Lauren bezeichnet ihn als „das erste Lied des Album-Musicals“ und verbindet dabei den unverwechselbaren, emotionalen Synth-Pop der Band mit eindringlichen Reflexionen über das Frausein und das moderne Großbritannien.

„Roses“ feiert seine Premiere als „Hottest Record“ bei der BBC und erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem sich CHVRCHES auf die Ankündigung ihrer Welttournee für 2027 vorbereiten.

„Roses“ ist ein scharfer Kommentar zur aktuellen gesellschaftlichen Lage und eine Auseinandersetzung mit den dunklen Strömungen Großbritanniens; Mayberry singt mit bissigem Unterton: „Hebt das Glas auf die Illusionen der guten alten Zeit von Blut und Wein; von Perlen vor die Säue.“ Die orwellsche Ansage am Ende des Songs – „Wenn ich um eure ungeteilte Aufmerksamkeit bitten darf: Jetzt können wir anfangen“ – bereitet die Bühne für neues Material, das sich von allem unterscheidet, was die Band bisher veröffentlicht hat. „Das war die längste Pause, die wir je zwischen zwei Alben eingelegt haben. Als wir uns zum Songwriting trafen, wollten wir uns wirklich herausfordern und nicht einfach nur bereits beschrittene Pfade neu begehen“, sagt Mayberry. „Ich glaube, das ist uns wirklich gelungen. Es fühlt sich an wie die stimmigste Vision, die wir als Band je hatten. Wir freuen uns sehr, wieder da zu sein …“

Mit Songs, die von wuchtigen Synthesizern und noch gewaltigeren Melodien geprägt sind, verbinden Chvrches ihre Indie-Wurzeln mit ihrer Vorliebe für charttauglichen Pop. Die Mischung aus Lauren Mayberrys kristallklarem, emotionalem Gesang und den mitreißenden Synthesizer-Klängen von Iain Cook und Martin Doherty auf ihrem bittersüßen und zugleich hymnischen Debütalbum *The Bones of What You Believe* (2013) schlug eine Brücke zwischen dem klassischen Synth-Pop von Depeche Mode und New Order und den markanten, EDM-beeinflussten Sounds der frühen 2010er-Jahre – und beeinflusste dabei unzählige Zeitgenossen. Später verliehen Chvrches ihrer Musik einen noch ausgefeilteren Glanz, ohne dabei an Tiefe einzubüßen. Auf dem 2018 erschienenen Album *Love Is Dead* setzten sie voll auf ihre Pop-Affinität und arbeiteten mit Künstlern zusammen, die vom Pop-Produzenten Greg Kurstin bis hin zu Matt Berninger von The National reichten. Mit *Screen Violence* (2021) – dem vierten Album der Band, das es in die britischen Top Ten schaffte – schärften Chvrches das Profil und die eingängigen Hooks ihrer Songs und untermauerten ihren Status als feste Größe des Synth-Pop.

(Futures Muic Group/Virgin Music)