Niedeckens BAP

Niedeckens BAP
Biography

Single: „Jenau Jesaat: Op Odyssee“

Album: „Alles fliesst“ (Release: 18.09.2020)

„Jenau jesaat: Op Odyssee“ ist die dritte Vorab-Auskopplung , des am 18. September erscheinenden 20.Studios-Albums „ALLES FLIESST“ von Niedeckens BAP.

Ein fröhlicher Uptempo-Song mit Bläsersatz, der von den ersten BAP-Gigs in Kneipen, Jugendzentren und auf Bürgerfesten vor mehr als vier Jahrzehnten erzählt, aber auch von der eigenen Verwunderung darüber, dass es wenige Zeit später tatsächlich sogar überregional „funktionierte“, obwohl man den kölschen Dialekt da ja eigentlich kaum versteht. „Irgendwie der Wahnsinn!“

TEXT IN KÖLSCH UND HOCHDEUTSCH

Auf der Standard CD wird es 14 neue Songs geben, auf dem regulären Vinyl-Doppelalbum kommt noch ein weiteres neues Lied hinzu, ein sogenannter Studio Outtake, und in beiden Special Editions gibt es für Die-Hard-BAP-Fans als absoluten Leckerbissen einen „Nachschlag“ vom LIVE&DEUTLICH Album, nämlich neun sorgfältig abgemischte Songs, die sich ebenfalls im Repertoire der vergangenen Tour befanden, aber damals, beim Circus Krone Mitschnitt im Juni 2018, nicht auf der neuen Setliste standen.

(Universal Music)


Single: „Ruhe vor’m Sturm“

In diesen Tagen jährt sich einer der wichtigsten Tage der Weltgeschichte zum 75sten Mal: der 08. Mai ist als Tag der Kapitulation des nationalsozialistischen Terrorregimes, sowohl als Tag des Gedenkens wie auch als Tag der Mahnung, fest im kollektiven Gedächtnis verankert. „Nie wieder“ sollte der menschenverachtende Faschismus in Gedanken, Worten und Taten Platz in einer Gesellschaft haben, die sich im ersten Artikel ihres Grundgesetzes der Unantastbarkeit der Würde des Menschen verpflichtet hat. Auch daran sollte uns der 08. Mai stets erinnern.

Wolfgang Niedecken nimmt diesen Tag zum Anlass, auf seine ureigene Art, nämlich musikalisch und auf Kölsch, mit dem Song „Ruhe vor’m Sturm“ erneut ein deutliches Zeichen und Signal gegen die zunehmende Ausbreitung und Gesellschaftsfähigkeit nationalistischer und rechtsextremistischer Gedanken, Worte und Taten zu setzen. Denn verstärkt marschieren und morden sie wieder, verbreiten ihren Hass und ihre Menschenverachtung auf den Straßen, in den Sälen und im Netz. Versuchen sich einzuschleichen in unser Denken, in unsere Gefühle und Meinungen. Ein Zustand, der auch Wolfgang Niedecken zunehmend mit Sorge erfüllt. Eine Sorge, die er in den mittlerweile 40 Jahren seiner Karriere schon mehrfach in seinen Songs und im politischen und persönlichen Diskurs thematisiert hat. Von „Kristallnaach“ (1982) über  „Arsch huh, Zäng ussenander“, die Hymne der Kampagne der Kölner Musikszene gegen rechte Gewalt, die im November 1992 über 100.000 Menschen bei einem Konzert „gegen Rassismus und Gewalt“ zusammengeführt hat. Bis ins Jetzt und Heute, mit dem Song „Ruhe vor’m Sturm“. Weil es zunehmend wichtiger wird nicht zu verstummen. Weiterhin, eindringlich und laut, die Stimme zu erheben und Haltung zu zeigen. Gegen Nazis, gegen rechts, gegen jede Form von Rassismus. Und einzustehen für die Werte einer offenen, toleranten, freien und solidarischen Gesellschaft.

Zitat Wolfgang Niedecken:

In „Ruhe vor’m Sturm“ geht es um die Populisten, die bereits an der Macht sind und um die, die noch in den Startlöchern stehen. Es war der allererste Song, den ich für das neue Album geschrieben habe. Ein alptraumartiger Text zu einem exotischen Gitarrenriff, dräuenden Taiko-Trommeln und hart gespieltem Schlagzeug im Dreivierteltakt. Es geht um die allgemeine Verrohung, um abhanden gekommene Werte und die Angst, sich irgendwann endgültig in einer Welt wiederzufinden, in der eine Katastrophe die Nächste ablöst. Es geht um die Angst vor weltweiten Kriegen, die unter anderem um Ressourcen geführt werden. Um die Angst vor der Zerstörung unserer Umwelt und der Lebensbedingungen auf unserem Planeten. Es geht darum, dass die antidemokratischen, nationalistischen Kräfte permanent versuchen, jede Angst und jede Krise für sich zu instrumentalisieren, um einen Keil in die Bevölkerung zu treiben. Egal, ob Umwelt oder Corona oder Flucht aus Bedrohung von Leib und Leben. Die gelebte Demokratie, wie wir sie kennen, ist für diese Populisten nur ein Werkzeug, um an die Macht zu kommen und um sie dann abzuschaffen. 
Ich fühle mich in großer Sorge zunehmend an die Worte erinnert, die Joseph Goebbels bereits 1928 im deutschen Reichstag aussprach:
„Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wenn diese Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freikarten und Diäten zu geben, so ist das ihre Sache. Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde. Wie der Wolf in eine Schafherde einbricht, so kommen wir.“

„Ruhe vor’m Sturm“ ist als Song auch auf dem neuen 20. Studio-Album von Niedeckens BAP zu finden, das im Herbst erscheinen wird.

(Universal Music)

 


Single: „Huh Die Jläser, Huh die Tasse“

Zum 69sten Geburtstag: Wolfgang Niedeckens BAP verneigen sich mit dem Song „Huh die Jläser, huh die Tasse“ in tiefem Respekt und Dankbarkeit vor allen HeldInnen unseres Alltags.

Eigentlich wollte Wolfgang Niedecken seinen 69sten Geburtstag am 30.03. mit Gästen auf einer Schiffstour in Köln begehen. Eigentlich. Doch in diesen Zeiten ist alles anders. Anstatt an diesem Tag Geschenke entgegenzunehmen, möchte Wolfgang Niedecken nun selbst ein Geschenk übergeben. In Form eines Liedes.

An seinem Geburtstag erscheint der Song „Huh die Jläser, huh die Tasse“. Ein musikalischer Toast und eine tiefe Verneigung vor allen, die in der aktuellen Zeit an vorderster Stelle unseren Alltag und unsere Gesellschaft am Laufen halten.

Geschrieben hat Wolfgang Niedecken den Song bereits im Frühjahr letzten Jahres. Ohne natürlich auch nur zu ahnen, welche Aktualität gerade jetzt, in diesen tragischen Zeiten er einmal erlangen könnte. Getextet eigentlich in dem generellen Wunsch, einmal all diejenigen hochleben zu lassen, die unser Land und unsere Gesellschaft zum Teil gering bezahlt oder im Ehrenamt zusammenhalten und nie im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Geplant als ein Song auf seinem neuen Album, das erst im Spätsommer erscheinen soll. Aber warum warten? „Huh die Jläser, huh die Tasse“ ist gerade momentan  angebrachter denn je.

Ein musikalisches Geschenk, eine tiefe Verbeugung aus größtem Respekt und Dankbarkeit! Natürlich wie immer bei BAP „op Kölsch“ gesungen, doch universell gültig.

Wolfgang Niedecken:

„Huh die Jläser, huh die Tasse ist ein fröhlicher Reggae, in dem wir uns unter anderem bei den Menschen bedanken wollen, die beruflich oder ehrenamtlich im weitesten Sinne im sozialen Bereich arbeiten, oft unterbezahlt und in unserer Gesellschaft viel zu wenig beachtet. Jeder, der gerade die Nachrichten über die Corona Pandemie verfolgt, kennt die Bilder von überarbeitetem Pflegepersonal, von Krankenhausärzten, aber auch von Supermarktkassiererinnen, Busfahrern, Rettungssanitätern, Apothekerinnen, LKW-Fahrern etc. Das sind die Menschen, die uns jetzt den Arsch retten.

Wir haben keine Zeit zu verlieren, es gilt alle Kräfte zu bündeln, um den Kampf gegen das  neue Virus zu gewinnen. Das, was wir als BAP beisteuern können, ist unsere Musik. In der Hoffnung, dass sie bei den Alltagshelden ankommt und Ihnen Kraft spendet.

Wir alle zusammen sollten auf keinen Fall den Humor verlieren.

Denn:… dä möht noch jeboore weede, dä domet durchköhm,

uns – em Ähnz – die Freud ahm Levve nöhm !“

Auch für den geplanten Video-Clip zum Song gibt es eine besondere Idee von Wolfgang Niedecken:

„Wir werden am 30.März ein Video mit hochdeutschen Untertiteln veröffentlichen, geschnitten aus Material, das wir im letzten Jahr in Dresden bei den Recording Sessions in den Castle Studios gefilmt haben. Wir haben vor, dieses Video in den kommenden Wochen durch eins zu ersetzen, das die vielen Helden unseres Krisen-Alltags würdigt.

Also, schickt uns gerne von überall her, Fotos im Querformat von diesen Menschen. Wir möchten in unserem finalen Video möglichst vielen, die uns mit ihrem Einsatz, ihrer Energie, oft bis zum Rande der Erschöpfung durch diese schwierige Zeit begleiten, ein Gesicht geben, uns aber vor allem bei Ihnen bedanken.

Upload: https://contest.universal-music.de/huh-die-jlaeser-huh-die-tasse/

(Universal Music)

TEXT KÖLSCH

TEXT HOCHDEUTSCH